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Demografischer Wandel: Jetzt handeln!
Das Jahr 2012 ist zum "Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" ausgerufen worden. Damit ist das Thema "Aktives Altern" auch auf europäischer Ebene angekommen. Die Deutsche Seniorenliga begleitet die Maßnahmen mit einer kontinuierlichen Berichterstattung zu themenrelevanten Aspekten.
"Angesichts der demografischen Entwicklung in allen Ländern Europas steht die ernsthafte Förderung aktiven Alterns unumstößlich auf der Tagesordnung", meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL: "In Zeiten, in denen die Jüngeren weniger und die Älteren mehr werden, setzt dieses Themenjahr ein generationenübergreifendes Signal. Die Herausforderungen gesellschaftlichen Wandels zu meistern und seine Chancen sinnvoll zu nutzen, sind unabdingbare Pflichtaufgaben für die gesamte Gesellschaft."
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Machen Sie mit beim Projekt Silberwissen! "Willst Du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten", lautet ein altes Sprichwort aus China. Nach diesem Prinzip funktioniert auch Wikipedia, die größte Wissenssammlung der Welt. Jeder kann mitmachen, der etwas weiß – sei es, weil er besondere Kenntnisse durch Beruf oder Hobby hat oder weil er über große Lebenserfahrung verfügt. Unter diesem Aspekt müssten ältere Menschen überproportional bei Wikipedia vertreten sein – doch leider ist genau das Gegenteil der Fall.
Mit ihrem Projekt "Silberwissen" will der gemeinnützige Verein Wikimedia Deutschland ältere Menschen zur Mitarbeit motivieren und so den Anteil der über 50-jährigen Wikipedia-Autoren steigern, um ihr Wissen und ihre Erfahrung allen Menschen zugänglich zu machen. Dieses Projekt wird von der Deutschen Seniorenliga unterstützt, die sich seit Jahren dafür stark macht, die Ressourcen und das Wissen älterer Menschen zu erhalten und besser zu nutzen.
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 Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL (3. v. re.), und Vertreter internationaler Seniorenorganisationen beim Workshop in Wien
Deutsche Seniorenliga beim Workshop Zu einem Workshop rund um die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen hatte im Oktober der österreichische Seniorenhandy-Hersteller emporia führende Vertreter von Seniorenorganisationen aus ganz Europa und der amerikanischen AARP nach Wien eingeladen. In Plenen und Diskussionsrunden ging man der Frage nach, welche Produkte und Dienstleistungen zukünftig erforderlich sind, um es Älteren zu ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben. Im Fokus standen dabei mobile Lösungen für das Gesundheitsmanagement (e-Health) und die Sicherheit.
Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL, stellte dabei die Ergebnisse des OpenIsa-Ideenwettbewerbs "einfach telefonieren" vor. Hierbei hatten die Teilnehmer insgesamt 271 Ideen für das Handy der Zukunft entwickelt, bei denen Funktionen für Notfälle und ergonomische Verbesserungen im Vordergrund standen.
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Hohe Auszeichnung für Forschung zu Alzheimer-Demenz
Professor Manuela Neumann von der Universität Zürich hat den mit 100.000 Euro dotierten Alzheimer-Forschungspreis der Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung erhalten. Der Preis wurde anlässlich der Eibsee-Konferenz "Zelluläre Mechanismen der Neurodegeneration" nahe Garmisch-Partenkirchen zum siebten Mal in Folge verliehen und ist die höchst dotierte Auszeichnung für Alzheimer-Forschung in Deutschland, berichtet der Bundesverband Deutscher Stiftungen.
Die 1969 geborene Forscherin erhält die Auszeichnung für bahnbrechende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Frontotemporalen Demenz (FTD).
Sie konnte nachweisen, dass es bei dieser Erkrankung zu Eiweißablagerungen im Gehirn kommt ähnlich wie dies bei Alzheimer-Patienten beschrieben ist.
Neumann ist es gelungen, diese Verklumpungen zu isolieren und deren Hauptbestandteil zu identifizieren (ein Eiweiß namens TDP-43).
Sie konnte zudem zeigen, dass auch bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS), einer weiteren unheilbaren Nervenerkrankung, im Rückenmark der Patienten das gleiche Protein abgelagert wird.
Ihre Entdeckung unterstütze damit die Beobachtung vieler Ärzte, die immer wieder Ähnlichkeiten zwischen beiden Erkrankungen feststellten, so der Verband.
Die Deutsche Seniorenliga gratuliert der Preisträgerin und wünscht ihr weitere Erfolge in der Alzheimer-Forschung.
Quelle: ÄrzteZeitung |
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BAGSO und KDA wenden sich gegen Kürzungen im Haushalt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Ausgerechnet zu einer Zeit, da die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) unter neuer Leitung endlich sichtbar die Interessen der Betroffenen vertritt, soll ihr Budget um 13 % gekürzt werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) fordern die Verantwortlichen im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages auf, diese Entscheidung zu revidieren.
Vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung im Jahr 2009 von Seiten des Europarates sogar aufgefordert wurde, die ADS intensiver zu unterstützen, ist die Entscheidung politisch kaum nachvollziehbar. Zudem würde sie das wichtige Vorhaben eines Aufbaus einer möglichst flächendeckenden Beratungslandschaft weiter verzögern.
Gerade im Bereich der Altersdiskriminierung gibt es bislang in Deutschland kaum Beratungsangebote. Das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 muss genutzt werden, um entsprechende Strukturen für eine qualifizierte und kontinuierliche Unterstützung von Betroffenen zu schaffen.
Ebenso wichtig ist es, eine breite Öffentlichkeitswirkung von Maßnahmen sicherzustellen. So haben wir gerade erst damit begonnen, diskriminierende und zumeist auch unsinnige Altersgrenzen aufzuspüren und anzuprangern. Wir müssen endlich deutlich machen: Die Älteren werden gebraucht, und zwar überall.
Deshalb: Wir brauchen eine arbeitsfähige Antidiskriminierungsstelle, die die Betroffenen und ihre Interessenvertretungen bei ihrer Arbeit unterstützt!
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7. Workshop "Zukunft der Schmerztherapie" am 2. – 3. Dezember 2011
Die Schmerzsymptomatik ist es meist, die das Gros der Patienten in die ärtzliche Praxis treibt. Die Qualität der Schmerzdiagnostik und -therapie rangiert im Patientenurteil zwischen sehr gut und ungenügend, bezogen auf die Güte und die Schnelligkeit der schmerzdiagnostischen und -therapeutischen Maßnahmen, wenn man nicht repräsentativen Bewertungen im Internet Glauben schenken will. Eine Unterversorgung in ländlichen Gebieten ist bekannt, eine Überversorgung muss in manchen Großstädten konstatiert werden.
Die "Suche nach bedarfsgerechter und optimierter Versorgung von Schmerzpatienten – Versorgungssteuerung durch Vegütungsanreize optimieren" steht beim 7. Workshop im Mittelpunkt der Informationsvermittlung und der Diskussion. Er findet vom 2. – 3. Dezember 2011 im Courtyard by Marriott Düsseldorf Seestern statt.
Die Überlegungen zu einem neuen Versorgungsgesetz mit Themen wie
- Sicherstellungsauftrag
- Vergütungsreform
- Patienten-Empowerment
- Verzahnung der ambulanten und stationären Einrichtungen
sind äußerst relevant für eine zukunftsgewandte patientenorientierte Schmerztherapie.
Über neue Chancen der Versorgungsoptimierung, die der Gesetzgeber zur
Zeit vorbereitet und die Verbesserungsmöglichkeiten der vorhandenen Ressourcen
sollen fachübergreifend beim 7. Workshop "Zukunft der Schmerztherapie"
konstruktiv diskutiert werden.
Im Rahmen der Veranstaltung moderiert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga e.V., den Workshop 2: "Schmerzpatienten-Empowerment!? – Informierte selbstbewusste
Patienten stärken die Schmerztherapiequalität!"
Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Medizin, Krankenkassen, Gesundheitspolitik und -ökonomie,
ärztl. Selbstverwaltung, med. Fachgesellschaften, Ärzte-Netze, Pflege, Patientenvertretung. Es gilt das Motto: first come, first served! Informationsflyer und Anmeldeformular können unter
www.bildungszentrum-grunenthal.com heruntergeladen werden. Dort ist auch eine Online-Anmeldung möglich.
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 Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL (2. v. li.), beim Weltaltentag 2011 in Berlin Foto: ©Sebastian Gabsch
Deutsche Seniorenliga unterstützt Aktion zum Weltaltentag HelpAge Deutschland und die ROTE NASEN Clowns im Krankenhaus und in Senioreneinrichtungen haben in Berlin aus Anlass des Weltaltentages mit einer Aktion am Brandenburger Tor auf die Vernachlässigung alter Menschen und die Missachtung ihrer Rechte weltweit aufmerksam gemacht.
Die Aktion am Brandenburger Tor war Teil der weltweiten Kampagne "Alter fordert Aktion", in deren Rahmen Senioren und Altenorganisationen in 60 Ländern für ihre Rechte eintreten.
Seit 1990 begehen die UN am 1.Oktober jeden Jahres den "Internationalen Tag der älteren Menschen" (Weltaltentag). Dieses Datum ist in Deutschland so gut wie unbekannt und wird kaum beachtet. Um auf die Problematik der Lebenssituation älterer Menschen aufmerksam zu machen, koordiniert die Hilfsorganisation HelpAge International die Aktionen zum Weltaltentag unter dem Motto "Alter fordert Aktion" (Age demands Action).
Zum Weltaltentag 2011 treten ältere Menschen sowie Vertreter ihrer Organisationen in über 55 Ländern weltweit für die Anerkennung und Unterstützung ihrer Forderungen ein. 80% der alten Menschen weltweit haben kein regelmäßiges Einkommen, vielen fehlt der Zugang zu medizinischer Versorgung und einer sozialen Grundsicherung. Im Kampf gegen HIV/Aids nehmen Senioren eine zentrale Rolle ein, indem sie plötzlich wieder zum Ernährer und Erzieher ihrer Enkel werden, wenn die Eltern an der Krankheit gestorben sind. Dennoch werden ältere Menschen immer noch diskriminiert und erhalten in vielen Gesellschaften nicht den Stellenwert, den sie verdienen.
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Verleihung des Anerkennungs- und Förderpreises "Ambulante Palliativversorgung" 2011
Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat in diesem Jahr zum vierten Mal den Anerkennungs- und Förderpreis "Ambulante Palliativversorgung" an zwei Preisträger verliehen. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert und wird von der Firma Grünenthal GmbH gestiftet.
Der Anerkennungs- und Förderpreis "Ambulante Palliativversorgung" zeichnet diejenigen Personen und Projekte aus, die es geschafft haben, den Anforderungen der ambulanten Palliativversorgung und im Speziellen der SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) in besonderer Weise gerecht zu werden. Die SAPV schließt Lücken in der Versorgung von schwerstkranken Menschen und versucht ihnen bis zuletzt ein würdevolles Leben in der eigenen häuslichen Umgebung zu ermöglichen. "Für uns stehen die Bedürfnisse von Patienten im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit", begründete Kai Martens, Geschäftsleiter Deutschland das Engagement Grünenthals in diesem Bereich. "Dazu gehört neben der Entwicklung wirksamer Schmerz-Medikamente auch die Verbesserung der Versorgungsrealität, insbesondere auch in der palliativmedizinischen Versorgung."
Die diesjährigen Preisträger sind:
- Dr. Udo Kratel, Anita Kramer:
Von der Palliativ-Vision zur Versorgungswirklichkeit: Projekt "Ambulantes Palliativzentrum Dormagen"
- Dr. Ulrike Mäthrich:
Palliativteam Waldhessen am Klinikum Bad Hersfeld.
Die Preisverleihung fand in diesem Jahr in Saarbrücken anlässlich des Palliativtages der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin statt. "Bei den Preisträgern handelt sich um zwei relativ junge, aber beispielhafte regionale Versorgungsmodelle, die mit einem enorm hohen persönlichen Engagement initiiert wurden", erklärte Prof. Dr. med. Friedemann Nauck, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. "Diese haben sich nicht nur die Vernetzung von allgemeiner und spezieller Palliativversorgung, sondern auch die Überwindung sektoraler Grenzen zur Aufgabe gemacht." Beide Projekte waren von Beginn an mit einem systematischen Qualitätsmanagement verknüpft und geben in ihrer Umsetzung viele wichtige Anregungen für die ambulante Palliativversorgung.
Die Deutsche Seniorenliga gratuliert den Preisträgern und dankt allen Teilnehmern für ihr Engagement in der Palliativversorgung.
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Deutsche Seniorenliga Mitglied des NGO-Committee on Ageing Die Deutsche Seniorenliga e.V. unterstützt die Arbeit des "NGO* Committee on Ageing" in New York. Das Komitee setzt sich dafür ein, das Bewusstsein für die Chancen und Herausforderungen des demografischen Wandels überall auf der Welt zu stärken. Im Rahmen der Vereinten Nationen ermutigt und unterstützt das Komitee die UN-Mitgliedsstaaten darin, die Bedürfnisse des Alter(n)s bei allen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entscheidungen zu berücksichtigen.
Derzeit sieht das Committee on Ageing seine Hauptaufgabe in der Erarbeitung einer UN-Konvention für die Rechte älterer Menschen, die ihnen die gesellschaftliche Teilhabe entsprechend ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen ermöglichen und sie vor Diskriminierung schützen soll. Ohne ein solches Abkommen ist aus Sicht der Organisation zu befürchten, dass das überwiegend negativ geprägte Altersbild aufrechterhalten bleibt. Außerdem will das Komitee ein weltweites Netzwerk für Nichtregierungs-Organisationen zum gegenseitigen Austausch schaffen.
* NGO = Nicht-Regierungs-Organisation
www.ngocoa-ny.org
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Lähmung nach Schlaganfall
Lähmungen nach einem Schlaganfall können sich noch Jahre später zurückbilden. Darauf weisen die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) anlässlich einer aktuellen Studie hin. Diese hatte gezeigt, dass Patienten mit Hilfe einer intensiven Physiotherapie verloren gegangene Fähigkeiten wieder neu erlernen können, selbst wenn der Schlaganfall bereits Jahre zurückliegt. Die Untersuchung belegt außerdem erstmals, dass auch Trainingsroboter wirksam helfen.
Bisher gingen Experten davon aus, dass die Erholungsphase etwa sechs Monate nach dem Schlaganfall abgeschlossen ist. Häufig endete die Physiotherapie deshalb auch nach einem halben Jahr. Eine neue Arbeit der US-Veteranenklinik zeigt jedoch, dass auch über diesen Zeitraum hinaus Patienten die Chance haben, einen Teil ihrer Unabhängigkeit zurückzugewinnen. Die Studie hatte die Auswirkungen einer intensiven Physiotherapie an Patienten untersucht, bei denen mehr als sechs Monate seit dem Schlaganfall vergangen waren. "Bei der Hälfte lag der Schlaganfall fünf Jahre oder länger zurück", sagt Prof. Mauritz. Dennoch war die Physiotherapie erfolgreich.
Quelle: www.gesund-leben-heute.de |
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Expertenrat AAL stellt "Loccumer Memorandum" vor
Unter „Ambient Assisted Living" (AAL) werden Konzepte, Produkte und Dienstleistungen verstanden, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden und verbessern mit dem Ziel, die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu erhöhen. Übersetzen könnte man AAL am besten mit „Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben". Damit wird auch schon skizziert, dass AAL in erster Linie etwas mit dem Individuum in seiner direkten Umwelt zu tun hat.
In Deutschland ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über das Referat Mikrosystemtechnik federführend an dieser Initiative beteiligt.
2009 wurde ein Expertenrat etabliert, der
eine übergeordnete und unabhängige Sicht vor allem auf
"nicht-technologische" Aspekte des Themas AAL einnimmt. Mit seiner
interdisziplinären Kompetenz unterstützt der Expertenrat die
Begleitforschung bei der Identifikation der wesentlichen
Innovationsbarrieren und der notwendigen Maßnahmen. Am 15.09.2010 wurde
beim Zukunftsforum Langes Leben in Berlin das "Loccumer Memorandum"
vorgestellt, in dem der Expertenrat Empfehlungen formuliert.
Mitglieder des Expertenrats sind:
- Dr. med. Holger Gothe
Institute of Public Health, Medical Decision Making and Health, Hall in
Tirol
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Prof. Dr. Armin Grunwald
Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft, ITAS
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RA Erhard Hackler
Deutsche Seniorenliga e.V., Bonn
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Dr. Sibylle Meyer (Vorsitzende)
S I B I S GmbH, Institut für Sozialforschung und Projektberatung,
Berlin
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Dr. Heidrun Mollenkopf
Mitglied des Expertenrats der BAGSO e.V. (Bundesarbeitsgemeinschaft der
Seniorenorganisationen),
Bonn/ Heidelberg
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Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Niederlag
Hochschule Mittweida und Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt
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Prof. Dr. Otto Rienhoff
Bereich Humanmedizin – Universität Göttingen, Abt. Medizinische
Informatik
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Prof. Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen
Charité Universitätsmedizin Berlin, Evangelisches Geriatriezentrum
Berlin gGmbH
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Dr. Christof Szymkowiak
Techniker Krankenkasse, Stabsbereich Unternehmensentwicklung,
Hamburg
Weitere Informationen zum Thema auf der Website des BMBF www.aal-deutschland.de
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Offener Innovationsplatz für Lösungen für ältere Menschen
In den USA werden sie bereits in vielen Bereichen professionell eingesetzt – offene
Innovationsplattformen, auf denen Anbieter, Nutzer und potentielle
Kunden miteinander interagieren. Dabei wird eine definierte Zielgruppe entweder
nach konkreten Ideen oder nach der Beurteilung bereits vorhandener
Produkte
und Prototypen befragt. Diese Methode ist im betrieblichen Alltag
von Konsumgüter-
und Softwareherstellern heute bereits weit verbreitet. Im Rahmen
der Neuentwicklung von Dienstleistungen wird sie allerdings noch nicht eingesetzt.
Dabei zeigt
gerade der tertiäre Wirtschaftssektor, der immerhin 70 Prozent des deutschen
Bruttoinlandsprodukts ausmacht, eine hohe „Flop-Rate“ bei neuen Angeboten.
Das Projekt OpenISA will das Prinzip der offenen Innovationsplattform nutzen, um ein Medium bereitstellen zu können, mit dem innovative Dienstleistungen entwickelt, angeboten, evaluiert und weiterentwickelt werden. Kurz und knapp: Es soll die Entwicklung innovativer Dienstleistungen verbessern.
Die Fokussierung auf gesundheitsbezogene Dienstleistungen beruht auf mehreren Überlegungen. So schafft die sich verändernde Alterspyramide einen wachsenden Markt für altersgerechte Dienstleistungen. Zur gleichen Zeit gibt es aber kaum Erfahrung mit der Frage, was im konkreten Fall tatsächlich „altersgerecht“ ist. Und schließlich hat das Ganze auch noch einen gesellschaftlichen Aspekt. Denn durch die Open-InnovationPlattform wird die Zielgruppe selbst zu einem wichtigen Teil des Entwicklungsprozesses und dauerhaft in den gesellschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Prozess einbezogen.
Konsortialführer von OpenISA ist der Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement
(TIM) an der RWTH Aachen. RWTH-TIM entwickelt ein Geschäftsmodell und
schafft eine Plattform für die interaktive Dienstleistungsentwicklung.
Zudem startet der Lehrstuhl das Pilotprojekt und die Auswertung
der Ergebnisse. Eine wesentliche Rolle kommt auch dem Lehr- und Forschungsgebiet
Textlinguistik
der RWTH zu. Dessen besondere Kompetenz in der adressaten- und
aufgabengerechten Gestaltung elektronischer Kommunikate wird vor allem
in der Kommunikation
mit den Usern – vorwiegend Senioren – benötigt. Aus der Wirtschaft beteiligen
sich die MedCom International GmbH, Bonn, als renommierter Anbieter
von Dienstleistungen der zielgruppenspezifischen Kommunikation, Marktforschung
und Strategieberatung im Bereich Gesundheit, und die Deutsche
Seniorenliga e.V., Bonn, an dem Pilotprojekt und schaffen auf
diese Weise die notwendige Schnittstelle zu den Senioren, die schließlich
die User-Community bilden sollen.
Eine der besonderen Herausforderungen des Projektes besteht darin, die notwendige Basis bei den Usern zu schaffen. Das Projekt muss daher von Beginn an auf allen denkbaren Kanälen kommuniziert und beworben werden. Dies bietet aber zugleich auch große Chancen auf Verselbstständigung. Denn eine funktionierende Open-Innovation-Plattform für den Dienstleistungssektor im Gesundheitswesen hat zweifellos gute Aussichten auf unternehmerische Vermarktung.
Kontaktdaten RWTH Aachen: Alexander Vossen Tel.: 0241/8099177 E-Mail: vossen(at)tim.rwth-aachen.de
Quelle: Infobrief: WissensWirtschaft.NRW
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